Welche Tierschutzprobleme sind mit der Hundezucht verbunden?

Es gibt eine Reihe von erheblichen Tierschutzproblemen, die mit der Zucht bestimmter Hunderassen und der Rassehundezucht verbunden sind. Dazu gehören übertriebene körperliche Merkmale, Inzucht und vererbte Krankheiten.

Bestimmte Hunderassen und Rassehunde existieren aufgrund der bewussten und selektiven Zucht auf bestimmte Merkmale durch Hundezüchter. Die Zuchttiere werden in erster Linie aufgrund ihres Aussehens ausgewählt. Leider führt dieser primäre Fokus auf das Aussehen oft zu einer Reihe von Gesundheits- und Tierschutzproblemen.

Übertriebene körperliche Merkmale
Jede Rassehundrasse hat einen “Rassestandard”, d. h. eine Reihe strenger Richtlinien, die beschreiben, wie die Rasse aussehen sollte. Der Rassestandard konzentriert sich hauptsächlich auf körperliche Merkmale und kann auch einen kleinen Abschnitt über das Temperament enthalten. Die “Rassestandards” verlangen in der Regel sehr spezifische und enge physische Kriterien. Die Einhaltung des Rassestandards wird auch von Richtern im Ausstellungsring verwendet.

Leider verlangen einige der Rassestandards ein übertriebenes Aussehen, wie z. B. flache Gesichter, abnorm große Augen, übermäßig faltige Haut oder unverhältnismäßig kurze Beine.  Übertriebene Merkmale können bei Hunden Schmerzen und Leiden verursachen und ihr Wohlergehen und ihre Fähigkeit, ein normales, komfortables Leben zu führen, ernsthaft beeinträchtigen. Bei einigen Rassen wurden diese körperlichen Merkmale im Laufe der Zeit immer weiter übertrieben, z. B. haben sich Züchter für noch flachere Gesichter oder noch kürzere Beine entschieden, was das Wohlbefinden der Tiere weiter beeinträchtigt.

In einigen Fällen kann die strenge Anforderung, dem Rassestandard zu entsprechen, dazu führen, dass ansonsten gesunde Welpen eingeschläfert werden, nur weil sie nicht dem Standard entsprechen, z. B. wenn die Fellfarbe eines Welpen nicht den “zulässigen” Farben für die Rasse entspricht oder wenn erforderliche Merkmale nicht vorhanden sind.